Wasserzweckverband

Volker Hemrich

1. Bürgermeister, 1. Vorsitzender, Wasserzweckverband

Helmut Fuchs

Geschäftsstelle Wasserzweckverband, Wasserzweckverband

Wasserversorgung – Störungsnummer: 0800 49 59 69 7

Ich bin überrascht, wie viele Leute hier sind“, zeigte sich Arno Bitterwolf, der Geschäftsführer des gleichnamigen Gredinger Unternehmens, erfreut. Rund 90 Bürger aus Duttenbrunn, Stadelhofen und Urspringen waren am Mittwoch in die Schlossparkhalle gekommen, um sich über die anstehenden Baumaßnahmen des Wasserzweckverbands zu erkundigen. Das mittelfränkische Unternehmen von Bitterwolf steht dem Wasserzweckverband Urspringer Gruppe als Beratungs- und Fachdienst für Wasser- und Abwasserabgaben begleitend zur Seite. In dieser Funktion erläuterte Bitterwolf zunächst, dass die Kosten von rund drei Millionen Euro nicht über Gebühren, sondern über Beiträge finanziert werden. Hierzu werde die Fläche jedes erschlossenen Grundstücks, sofern bebaut oder bebaubar, herangezogen. Als zweiten Faktor für die Berechnung nannte er die Geschossfläche, wobei hier Keller, Erdgeschoss und Dachgeschoss sowie eventuelle Obergeschosse oder Spitzböden eingerechnet werden. „Garagen und Nebengebäude sind nur dann beitragspflichtig, wenn sie einen Wasseranschluss haben“, erklärte der Verwaltungswirt. Um diese Daten genau zu ermitteln, werden etwa ab September Mitarbeiter des Unternehmens in jedes Haus kommen. „Wir werden unseren Besuch ankündigen und dann das Aufmaß vor Ort genau aufnehmen“, sicherte Bitterwolf zu. Angesichts der aufwändigen Aufmaß-Arbeiten fragte der Urspringer Peter Kuhn, ob es nicht geschickter wäre, die Baukosten über den Wasserverbrauch, also über die Gebühren, zu finanzieren. Hierauf entgegnete Bitterwolf, der Vorteil der Beitragsvariante sei, dass die Bausumme nach etwa drei Jahren abgezahlt sei. Bei der Tilgung über den Wasserpreis würde sich dies über einen Zeitraum von 20 bis 25 Jahren erstrecken und am Ende teurer werden. In der Diskussionsrunde ergänzte Manfred Franz, der Geschäftsführer des Wasserzweckverbands, dass sich die Baumaßnahme mindestens über drei Jahre erstrecken werde und die Bürger die Beiträge in mindestens drei Raten zu begleichen hätten. Zudem stellte er die Möglichkeit der Stundung mit zehn bis zwölf Monatsraten in Aussicht. Auf die Baumaßnahmen ging der Geschäftsführer nur kurz ein. Er erklärte, dass die rund 50 Jahre alte Anlage und die dazugehörigen Leitungen aufgrund der Geografie zahlreiche Hoch- und Tiefpunkte aufweisen, was zu hohem Wartungsaufwand führe. Zudem seien Bauteile marode. Nach einem Kosten-/Nutzenvergleich habe man sich nicht für eine Sanierung, sondern für den nur unwesentlich teureren Neubau der Leitungen entschieden. „Die Ausschreibung wird vorbereitet, im Herbst soll es losgehen“, kündigte Franz an. Hierauf monierte Udo Becker aus Stadelhofen, weshalb die Bauarbeiten im Herbst beginnen sollen. Gespräche seinerseits mit Fachleuten hätten ergeben, dass eine solch kurzfristige Ausschreibung nicht sinnvoll sei, zumal sich die Planung bereits zwei Jahre hinziehe. „Das ergibt eine Kostensteigerung mit dem Faktor 1,5 bis 1,6“, warf er den Verantwortlichen vor. „Wir können nur im Herbst starten, weil wir warten möchten, bis die Felder, auf denen die Leitungen liegen, abgeerntet sind. Außerdem ist der Wasserverbrauch im Herbst niedriger“, begründete Franz. Die Verzögerung von zwei Jahren erklärte der Geschäftsführer mit neuen Auflagen. So habe das Wasserwirtschaftsamt eine Aufzeichnung über den Grundwasserspiegel für einen längeren Zeitraum gefordert. Diese habe ergeben, dass sich der Grundwasserspiegel kaum abgesenkt hat, sodass dem Zweckverband eine positive Leistungsprüfung für die beiden Brunnen beschieden wurde. Auch Horst Charne aus Duttenbrunn bemängelte die Verzögerungen und die damit einhergehende Kostensteigerung. Nach anfänglich genannten Baukosten von zwei Millionen Euro sei man mittlerweile bei drei Millionen angelangt. Zudem meldete er Zweifel an, ob bereits im Herbst begonnen werden könne. Über die Kosten, die auf die Bewohner zukommen, machte Franz keine Angaben. Hierzu bedürfe es der genauen Maße der rund 1000 beitragspflichtigen Grundstücke und der exakten Ausschreibungsergebnisse.

Quelle: http://www.mainpost.de/regional/main-spessart/Baukosten-Wasserverbrauch;art776,9649105
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